99er unterliegen Paffrath
Grohmann und Laukmann schießen die KSG ab
Das hatten sich Spieler und Fans anders vorgestellt, am Ende gab es für die KSG Neuhof am vorgezogenen 13. Spieltag eine ernüchternde Heimniederlage gegen den SKC Paffrath.
Mit drei Ergebnissen unter 850 Holz konnten die 99er in keiner Weise ihr Leistungspotential, das sie gegen Oberthal gezeigt hatten, abrufen. Die Westdeutschen beherrschten das Spiel und nutzten in entscheidenden Situationen Schwächeperioden der Gastgeber schonungslos aus. Paffrath, das in dieser Saison vorher auswärts überall auswärts leer ausgegangen war, spielte wie aus einem Guss, außer einem 840er Ergebnis lagen alle Zahlen über 865 Holz ? eine Klasseleistung, die letztlich alle neidlos anerkannten. Dabei waren die Gäste noch nicht einmal in der vermeintlichen Bestbesetzung angereist, den Jörg Schröder und Jochen Häußler waren aus privaten Gründen nicht verfügbar.
Die KSG wollte die Aufgabe in der gleichen Formation wie im letzten Heimspiel lösen und startete mit Boris Vogel und Jochen Schad. Boris Vogel erwischte mit einer 240er Startbahn einen Traumstart und erzielte nach 218, 237 und 226 mit 921 Holz persönliche Jahresbestleistung. Bei Jochen Schad lief diesmal nicht viel zusammen, während der Woche nicht in bester gesundheitlicher Verfassung konnte er auch nicht trainieren. Bei 846 Holz (207+215+217+207) war für ihn diesmal Endstation. Bei Paffrath kam Ersatzmann Wolfgang Gerhardus von Beginn auf der Dorfborner Anlage gut zurecht, er lag immer knapp vor Jochen Schad und überspielte ihn mit 865. Das Kraftpaket aus Langenfeld, Marko Rittmann, blieb mit 840 Holz am Ende knapp dahinter brchten einen Vorsprung von 62 Holz für die KSG, die Zuschauer waren zufrieden.
In der Mitte boten die Gäste ihren Paradeblock auf, die Taktik sollte für sie aufgehen und das Spiel drehen. Florian Grohmann, zu Saisonbeginn aus Herford zu Paffrath gestoßen, spielte sich mit Tunnelblick in einen wahren Rausch und erzielte mit 944 Holz (233+239+237+235) das bisher beste Ergebnis eines Gastspielers beim Froschwirt. Auch Andre Laukmann machte mit 885 Holz seine Scharte von vor zwei Jahren wett. Frank Vogel konnte zwar mit Laukmann über weite Strecken mithalten, letztlich blieb er mit 866 (208+221+234+203) dahinter. Boris Henkel lieferte diesmal mit nur 837 Holz das Laternenergebnis bei der KSG ab. Nach guten 221 + 234 hatte er auf Bahn 4 mit 181 Holz einen Totaleinbruch. Nach einer 'dünnen Sechs' im Abräumer spielte er einen Durchläufer und räumte anschließend Ecke und Hinterdame nur einzeln ? dies zehrte an Nerven und Selbstvertrauen ? und die Gegner nutzten die Situation mit Neunen schonungslos.
Im Schlussblock dann nach drei Würfen der nächste Schock für die KSG, bei Dieter Möller brach die alte Verletzung wieder auf, 847 Holz öffnete den Gästen endgültig den Sieg. Werner Balzer spielte mit 867 Holz einen soliden Part (204+223+211+229), das nutzte aber nichts mehr, denn Paffrath verwaltete den Vorsprung. Der brasilianische Nationalspieler Bernardo Immendorff war bei seinen 868 Holz immer im Bilde und 'die kuhle Socke', Frank Förster legte 877 Holz zum 95-Holz-Sieg zu.
Endergebnis: 5184:5279 Holz - 0:3 Punkte - 32:46 EWP
Am kommenden Samstag bestreiten die 99er gegen Münstermaifeld erneut ein Heimspiel, dann sollte aber wieder ein Sieg möglich sein.



