KSG 99 Neuhof startet in die 1.Bundesliga
Nach 5 Jahren wieder erstklassig
Am Samstag fällt der Startschuss in die neue Saison. Pünktlich zum 10-jährigen Jubiläum ist die KSG nach drei Jahren Abstinenz in der 2.Liga wieder im Oberhaus angelangt. Und diesmal soll der Verbleib länger als nur eine Spielzeit andauern.
Die Mannschaft ist ausgeglichener geworden, zudem in der Spitze breiter aufgestellt als beim ersten Schnuppern in der Eliteklasse.
Alle Mann sind wieder an Bord, für die Sportwarte Frank Vogel und Jochen Schad wird es nicht immer einfach sein, das richtige Händchen bei der Aufstellung zu haben. Es ist zwar kein neuer Spieler hinzugekommen, aber durch die Rückkehr von Boris Vogel, der zwei Jahre arbeitsbedingt pausierte, erhofft man sich schon mehr Ruhe im Mannschaftsgefüge und vor allem auswärts einen weiteren Schub.
Während man bei den Zweitligisten im Vorjahr immer noch auf einen oder zwei ?Schwachpunkte? beim Gegner hoffen konnte, ist dies jetzt vorbei. Clubs wie Oberthal oder Herford haben mit ihren Reserven in der 2.Liga ein riesiges Reservoir. Die Erstligavereine aus NRW, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sind ein Sammelbecken der Spitzenspieler nicht nur ihrer Regionen. Dort werden mit Hilfe von Sponsoren hochkarätige Teams zusammengestellt. Ganz anders bei der KSG Neuhof, hier sind ausschließlich Eigengewächse aus der Großgemeinde Neuhof im Kader, die sich seit der Jugend bei Königsblau Rommerz, WS9 Neuhof und GH Rommerz Bundesligareife erarbeitet haben. Und Geld gibt es bei uns auch nicht, so der Clubsprecher Edmund Schad. Dafür gibt es viel Spaß und Teamgeist, der sich auch auf die übrigen Club-mannschaften überträgt.
Neuhof ist in dieser Saison einzigster Hessenvertreter im Oberhaus, nachdem Reiskirchen zuletzt die Liga nicht halten konnte. ?Natürlich werden wir als Abstiegskandidat gehandelt, jeder Aufsteiger hat es schwer in diesem Feld, aber wir werden unser Fell so teuer wie möglich verteidigen?, so Jochen Schad. Für ihn und Frank Vogel ist Abo-Meister KF Oberthal auch im neuen Jahr wieder der Top-Favorit, dahinter haben aber der SK Heiligenhaus und der KSV Riol Boden gutgemacht. Ob sie Oberthal schon diesmal verdrängen können oder wieder um die Vizemeisterschaft spielen, wird die Saison zeigen. Paffrath erscheint nach dem Abgang von Knut Martini und Stephan Stenger in die 2.Liga nach Holten nicht mehr so stark wie in den letzten Jahren und wird diesmal eher in der zweiten Tabellenhälfte erwartet, Herford dagegen ist mit seiner erfahrenen Truppe etwas stärker einzuschätzen. Alle übrigen Mannschaften werden verbissen um die Ränge 5 und 6 kämpfen, um den ?Play-Downs? der letzten Vier aus dem Wege zu gehen.
Morgen ab 12.45 Uhr gegen die TG Herford hat Neuhof auf den Bahnen beim Froschwirt in Dorfborn gleich einen starken Gegner zu Gast. In der letzten Serie kamen die Westfalen am Ende mit ausgeglichenem Punktekonto auf Rang fünf ein, sie haben auch schon bessere Zeiten gesehen und oft unter den ersten drei mitgespielt. Herford ist seit dem letzten Jahr im Umbau, junge Spieler wie Florian Grohmann und Raffael Gries haben sich bereits die ersten Sporen verdient. Top-Akteur im vergangenen Jahr war Uwe Hippert mit einem Schnitt von 8 Punkten pro Spiel. Routinier Horst Stumpe greift immer noch erfolgreich ins Geschehen ein, dazu kommen der Ex-Kasseler Stefan Michel und der Ex-Osnabrücker Christoph Hösel. Als Ersatz kann man die ganze Bandbreite der 2.Mannschaft aufbieten, die der KSG im letzten Jahr in der 2.Liga die Meisterschaft vor der Nase weggeschnappt hat, aber nicht aufsteigen konnte.
Zumindest auf den Heimbahnen in Dorfborn können die Sportwarte 8 bis 9 Spieler aufbieten, die auf ähnlichem Niveau spielen können, auswärts sieht das wieder anders aus. Aus dem Kader mit Dieter Möller, Karsten Otto, Jochen Schad, Boris, Frank und Jens Vogel, Werner Balzer, Markus Diegmüller und Boris Henkel gilt es, immer die richtigen besten ?Sechs? für das nächste Spiel zu finden. Dazu müssen noch die Schichtdienste berücksichtigt werden, denn trotz Bundesliga sind alle lupenreine Amateure. Aus den bisherigen Trainingseinheiten ist kein einheitlicher Trend ersichtlich, ?das Bauchgefühl wird letztlich bei der endgültigen Aufstellung entscheiden? so Frank Vogel.
Den Zuschauern wird sicherlich gleich zum Auftakt Spitzensport geboten werden, dafür stehen beide Mannschaften. ?Natürlich streben wir einen Sieg an, um Ruhe in die Mannschaft zu bringen und mit einem Polster in die folgenden drei Auswärtsspiele zu gehen? so Werner Balzer, Vorsitzender von Königsblau.
Im Spitzenspiel erwartet der amtierende Meister, KF Oberthal, den Vizemeister, SKC Paffrath, hier wird sich gleich zeigen, ob die Bahnen in der Oberthaler Halle in dieser Spielzeit wieder Ergebisse um 5700 Holz hergeben. Der KSV Riol sollte gegen Aufsteiger Münstermaifeld deutlich die Oberhand behalten, dies gilt auch für die Partie in Heiligenhaus, wo Mülheim antritt. Iserlohn traut man in Tecklenburg vielleicht mehr zu als im Vorjahr, als man mit 30 EWP knapp am Punkt scheiterte.
Die Gegner der KSG Neuhof in der 1.Bundesliga mit den Heimspielterminen:
SK Heiligenhaus (12.12.09: Im vergangenen Jahr Dritter mit 10 Auswärtspunkten. Eines der Top-Teams der Liga, wird unter den besten Drei erwartet. Absoluter Spitzenakteur ist der noch junge Daniel Mittelstädt, Ranglistenzweiter im Vorjahr, ehemaliger Deutscher B- und A-Jugend- und Juniorenmeister. Die weiteren Stützen sind vor allem Holger Baumeister, der mit Mittelstädt ein ideales Startpaar bildet und der Ex-Kerpener Andreas Krüger. Der weitere Kader steht mit Holger Parassini, Jose Perez, Thomas Habeth, Marcel Grote, Marc Günther und Alexander Ratzko.
SKC Paffrath (7.11.09: In den 80er und 90er Jahren Deutscher Abo-Meister, im vergangenen Jahr Vizemeister. Der Hauptsponsor kann immer wieder namhafte Spitzenspieler an Land ziehen, wie vor Jahren den brasilianischen Ex-Weltmeister Rogerio Akri oder in den letzten Jahren einen Teil des aufge-lösten KSC Kerpen. Die von dort gewechselten Deutschen Ex-Meister Stephan Stenger und Knut Martini sind jetzt aber dem Ruf des KSC Holten in die 2.Liga gefolgt, wo eine neue Spitzenmannschaft zusammengestellt wird. In den Vorbereitungsspielen hat André Laukmann auf sich aufmerksam gemacht, Jörg Schröder, Jochen Häussler, Bernardo Immendorf und Frank Förster sind aus dem Vorjahr noch übrig geblieben.
KSG Tecklenburg/Land (28.11.09): Mit ausgeglichenem Punktekonto auf Platz 6 in der abgelaufenen Spielzeit, wird auch in diesem Jahr wieder im Mittelfeld erwartet. Ein etwas unscheinbares Team, das aber auswärts hohe Holzzahlen mitgehen kann und auf seinen Heimbahnen die Gegner auf Distanz hält, Thomas Klein ragte zuletzt auf Rang 6 der Rangliste heraus.
Weiter im Kader sind Stefan Lampe, Andre Verlemann, Andre Ahlers, Werner Schmedt, Dieter Stumpe, Christian Lambers und Michael Schlüter.
KSV Riol (30.01.10): Avanciert im Saarland immer mehr als Gegenpool zu Oberthal, gilt als eine der ersten Adressen für Top-Spieler. Zuletzt musste man sich mit Platz 4 begnügen, eine Verbesserung in der neuen Spielzeit ist keine Überraschung. Mit dem Luxemburger mehrfachen Weltmeister Steve Blasen, der auch schon mehrere Jahre für Oberthal und Paffrath die Schuhe geschnürt hat, kann Riol ein Pfund aufbieten. Der Ex-Kasseler Kai Knobel hat sich im vergangenen Jahr als Zweitbester in der Mannschaft nach vorn gespielt, auch der Ex-Reiskirchener Martin Albach ist in der Zwischenzeit etabliert. Daneben sind Carsten Krämer, Valentin Moritz erste Wahl, Christian Bohn und Daniel Klink sind Ergänzungsspieler.
BW 61 Mülheim (19.12.09): Mit Rang 7 im Vorjahr, nur eine Heimniederlage gegen Oberthal und mehrfachen Zusatzpunktverlusten die Klasse gehalten. Auch diesmal wieder ein Aspirant für die zweite Tabellenhälfte und die wieder eingeführten Play-Downs. Das Team um Bernd Ries hat in Michael Kuenkamp seinen Spitzenmann, dahinter hat Mike Mertsch fast aufgeschlossen. Auch Jan Hennings, Joachim Pohl, Udo Giethmann, Marcel Bernsee, Thomas Klasen und der Ex-Siegener Sebastian Flender sind in Neuhof aus Zweitligazeiten keine Unbekannten.
BW Iserlohn/Letmathe (13.12.09): Nur auf Rang 8 im Vorjahr eingelaufen, obwohl von den Spielern her gut besetzt. Bester ist im Team ist immer noch Norbert Rahn, bei dem Kegeln spielerisch leicht aussieht, zuletzt Ranglistenfünfter. Stark zurückgekommen ist in der abgelaufenen Saison Mannschaftskapitän Karsten Kargus, die Klasse von Hans-Joachim Klöpper, der auch schon Deutscher Meister auf Bohlebahnen war, ist allseits bekannt. Der Ex-Castrop-Rauxeler Matthias Gronwald ist in der Zwischenzeit auch im Sextett etabliert, dazu kommen noch Jörg Förster, Sascha Bacinski, Raphael Kerkhoff und Christian Steinke.
TG Herford: wurde im Vorbericht schon skizziert, Einschätzung Mittelplatz.
SK Münstermaifeld (31.01.10): Der Aufsteiger aus Rheinland-Pfalz spielt auf einer der holzträchtigsten Bahnanlagen Deutschlands, was jetzt in der 1.Liga durchaus zum Nachteil werden wird, denn die Spitzenteams werden dies ausnutzen. Der Aufsteiger wird also eher im unteren Tabellenbereich zu erwarten sein. Nach der Auflösung des TTC Grenzau sind Rainer Stoffels und Mike Killadt zum Club gestoßen und zu Stützen geworden. Vor allem Alfred Mitscher und Gerd Köhl sind immer zu beachten, Volker Port, Matthias Schneider und Robert Heinichen sind weiterhin dabei.
KF Oberthal (10.10.09): Der 13-malige Deutsche Meister aus dem Mekka des Deutschen Scherekegelns, der Kegelhalle in Oberthal. Im vergangenen Jahr wurden auf den Heimbahnen 6x über 5700 Holz erzielt, der Rekord liegt bei 5780. Alle Spieler haben schon das Nationaltrikot getragen, waren in verschiedenen Klassen Deutsche Meister, manche auch Europa- und Weltmeister. Der Superstar der Scherekegler, Holger Mayer erzielte daheim mit 1026 Holz das bisher höchste Ergebnis in einem Wettkampf, auch Jürgen Wagner hat die 1000er Marke schon geknackt. Der Ex-Reiskirchener Markus Gebauer fühlt sich in Oberthal in der Zwischenzeit pudelwohl und hat einen Stammplatz, daneben fällt keiner der weiteren Akteure ab, Daniel Schöneberger, die Routiniers Hilbert Wagner und Horst Mickisch.
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Hallo. Ein schöner Bericht. Leider haben sich einige Fehler eingeschlichen. Dirk Albertz und Stephan Stenger sind nach Holten. Knut war schon da. Und Krüger und Günther spielen nicht mehr bei Heiligenhaus. Und der Herr Baumeister heißt Volker.
Trotzdem immer wieder schön die Berichte auf euer Seite zu lesen