KSG 99 zum Saisonauftakt in Oberthal
Spiel findet am Samstag erst um 17:00 Uhr statt
Die Kegel-Bundesligen beginnen morgen ihr kompaktes September-Programm. Fünf Spieltage sind in diesem Monat zu absolvieren, die KSG Neuhof hat es dabei mit fünf Auswärtsspielen in Folge, die sich auf ca. 2000 KM summieren, besonders hart getroffen. Es darf deshalb zum Monatsschluss niemand verwundern, wenn man das Team im unteren Teil der Tabelle wiederfindet.
Erstmals in der jetzt achtjährigen Bundesligazeit wurden die 99er in die Südgruppe der 2. Bundesliga eingereiht. Bisher hatte man, mit Ausnahme der zwei Erstligajahre, immer im Norden gespielt. Spielleiter Klaus Panthel be-gründet die Maßnahme mit geographischen Gesichtspunkten und den Fahrt-strecken aller Clubs. Dabei kommt den Blau-Gelben der Wechsel in den Süden nicht ungelegen, denn mit Ausnahme der Spielorte in Siegen und Wiebels-kirchen findet man hier ausschließlich Kunststoffbahnen vor und die zu bewältigenden KM sind etwa gleich.
In der Südgruppe spielen in diesem Jahr Oberthal II, Riol II, Wiebelskirchen/Rombach, Lebach, Trier, Siegen, Gilzem und Reiskirchen.
Abo-Meister der letzten Jahren war die Oberthaler Reserve, die jeweils stark genug war, das übrige Feld hinter sich zu lassen, aber nicht aufsteigen konnte. Im vergangenen Jahr kam dadurch der KSC Hüttersdorf in den Genuss des Aufstiegs in die 1.Liga. Dahinter belegten Riol II und Wiebelskirchen die weiteren Ränge in den Aufstiegsspielen. Rösrath und Siegen hielten sich mit den Mittelplätzen aus den Auf- und Abstiegsspielen heraus, Gilzem konnte sich in den Play-Downs retten.
Zum Saisonauftakt tritt Neuhof morgen bei Oberthal II an, die Partie beginnt erst um 17.00 Uhr, weil vorher Oberthal I gegen Hüttersdorf spielt.
Die 99er haben in den ersten Wochen einige personelle Probleme, denn Dieter Möller fehlt arbeitsbedingt bei den ersten beiden Auswärtsbegegnungen und auch Frank Vogel kann im September auswärts überhaupt nicht auflaufen, weil der Herd im eigenen Betrieb Vorrang hat. Der Mannschaftskader steht mit Frank, Boris und Jens Vogel, Dieter Möller, Jochen Schad, Karsten Otto, Werner Balzer, Markus Diegmüller und Boris Henkel. So richtig rund ist es in der Vorbereitung bisher noch nicht gelaufen, man darf also gespannt sein, was die Jungs auf Deutschland holzträchtigster Bahnanlage reißen können. Im vergangenen Jahr kam man in der 1.Liga bei Oberthal I zwar unter die Räder, erzielte aber neue Auswärtsbestzahl. Aber auch die Reserve der Saarländer spielt auf der Heimbahn ab 5400 Holz aufwärts, die Bestleistung im letzten Jahr lag bei 5652 Holz, als fünf der sechs Akteure weit über 900 Holz hinlegten. Oberthal II ist ein Team aus jungen und erfahrenen Spielern. Zu den erfahrenen Akteuren zählen Klaus Benoist, Thorsten Kockmann und Daniel Schöneberger, die nach Bedarf auch in der Ersten eingesetzt werden, Markus Maurer und Giancarlo De Zorzi, die Jugend wird von Daniel Schulz und Pascal Petry und Patrick Molitor vertreten.
In der Partie Rösrath gegen Aufsteiger Trier sollten sich die erfahrene Truppe der Westdeutschen durchsetzen. Chancen auf einen Punkt kann man dem ESV Siegen in Gilzem und Mittelhessen bei Riol II einräumen. Im Saar-Derby wird sich Lebach auf den gefürchteten Bahnen der Wiebelskirchener schwer tun.
Insgesamt kam es in diesem Jahr nicht zu spektakulären Wechseln. Hier und dort wird im WKV ein Zugang gemeldet, so hat Erstligaaufsteiger KSF Holten weiter aufgestockt, um die Klasse zu halten. Favorit in der 1.Liga ist wiederum KF Oberthal, aber der KSV Riol wird versuchen näher an die Saarländer heranzukommen. Dahinter können SK Heiligenhaus und der SKC Paffrath als die spielstärksten Teams eingeschätzt werden. Das Überraschungsteam des Vorjahres, TG Herford, muss mehrere Abgänge verkraften und wird Schwierigkeiten bekommen, auch die Aufsteiger Holten und Hüttersdorf werden ihr Lehrgeld zahlen müssen.
In der 2.Liga-Nord hat meldet sich nach einem Jahr Abstinenz WS 10 Kassel zurück und nimmt den Platz von Heringen ein, das sich in die Hessenliga verabschiedet hat. Daneben ist der KV Sontra vertreten, der in der neuen Spielzeit daheim aufpassen muss, denn die Gegner kennen jetzt die Anlage.
In der Damen-Bundesliga ist Hessen nach dem Verbleib von Wieseck durch den Rückzug von Dortmund und dem Aufstieg der Damen von Mittelhessen mit zwei Teams vertreten, beide werden aber wohl um den Klassenerhalt kämpfen müssen.



