Scherekegler starten in die Saison 2010/2011
KSC Pilgerzell zum Hessenligadebuet bei der KSG Hinterland
Die Wartepause hat ein Ende, nach Sommer- und Vorbereitungsphase rollen ab Samstag wieder die Kugeln. An diesem Wochenende beginnen zunächst die Bundes-, Hessen-, Regional- und Bezirksoberligen, die übrigen Klassen haben noch eine Woche Schonfrist.
Insgesamt gehen im Hessenland im Scherebereich 172 Mannschaften an den Start, in der Sektion Schere waren zu Jahresbeginn 3441 Mitglieder gemeldet. Die Landkarte ist in drei Bezirke geteilt, Nord (33), Ost (61) und Süd-West (78). Im Osten, dem die Kreise Fulda, Main-Kinzig, Bad Hersfeld, Eschwege und Vogelsberg angehören, konnte der Abwärtstrend gestoppt werden, Hilders hat eine dritte Mannschat, Schlüchtern wieder eine Reserve gemeldet.
Hessenliga
Einen Durchmarsch durch die Hessenliga und Wiederaufstieg in die 2.Liga wie im vergangenen Jahr durch WS Kassel, wird es für den Zweitligaabsteiger Eintracht Heringen nicht geben. Gleich vier Stammspieler müssen die Werrastädter ersetzen, denn Ralf Göbel fällt verletzungsbedingt aus und Michael Stein (Kirberg), Christian Stein (Ronshausen) und Steffen Schran (Hönebach) haben den Verein verlassen. Auch der zweite Absteiger, KC Wettenberg, hat Personalsorgen, denn ihr Spitzenspieler Jörg Ahnert pausiert in dieser Spielzeit. Damit könnte der Weg frei werden für den ESV Ronshausen. Die Wildecker haben ihre erste Bewährungsprobe in Heuchelheim zu bestehen. Auch die KSG Kassel und der KSV Wetzlar wollen ein Wort bei der Titelvergabe mitsprechen.
Aufsteiger aus dem heimischen Raum in Hessens höchste Spielklasse ist der KSC Pilgerzell. Die 77er haben keine Neuzugänge zu verzeichnen, ein Anbandeln mit dem KSC Dietershausen, der ebenfalls im Gemeindezentrum Künzell seine Heimspiele austrägt, kam nicht zu Stande. So muss man auf die bewährten Kräfte aus dem Vorjahr zurückgreifen, Mirko Leinweber, Dirk Bohl, Frank Habermehl, Matthias und Helmut Langstein sind erste Wahl. Auswärts wird es für Pilgerzell oftmals leichter sein, den Zusatzpunkt zu erringen, als daheim glatte Dreier zu landen. Dies wird gleich zu Beginn bei der KSG Hinterland, die ihre Heimspiele im BGH Buchenau austrägt, angestrebt.
Zu einem Spitzenspiel kommt es zum Saisonstart in Wetzlar, wo Wettenberg sein Hessenligadebuet gibt. Heringen ist daheim gegen die KSG Kassel gleich gefährdet, auch Allendorf wird sich gegen Bosserode, das mit Dietmar Ill einen namhaften Neuzugang meldet, auf einen Punktverlust einstellen müssen.
Regionalliga-Nord
Nach dem Abstieg der SKS 9 Fulda vertritt in dieser Klasse nur Hessenliga-absteiger GF Fulda die heimischen Farben in der Nordgruppe. Das ESV-Team darf getrost als Titelfavorit bezeichnet werden, denn mit Joachim, Michael und Andreas Mehler, Markus Chowanietz, Carsten Warneke, Sven Romeis und Erich Stenzel sind wieder alle Mann an Bord. Gleich im ersten Spiel beim Aufsteiger BW 70 Kassel kann ein Grundstein für die Saison gelegt werden.
Der Vorjahreszweite, TSV Süß, hat durch den Abgang von Dietmar Ill an Spielstärke verloren, wenngleich man mit Michael Reith den amtierenden Deutschen Jugendmeister und Vizeweltmeister in seinen Reihen hat. Im Heimspiel gegen den auswärtsstarken ESV Kassel wird Süß gleich richtig gefordert. Hönebach hat sich mit Steffen Schran aus Heringen verstärkt, ob dies nach dem enttäuschenden letzten Jahr schon für einen vorderen Platz reicht, wird man gleich zu Beginn gegen Hessenligaabsteiger Korbach sehen. Hauptkonkurrent von GF Fulda sollte neben Korbach die Sontraer Reserve sein, die morgen bei Aufsteiger Lengers antritt. Im kleinen Kasseler Derby treffen die Reserven von KSG und WS 10 aufeinander, beiden traut man einen Mittelplatz zu.
Regionalliga-Süd
In die Süd-Gruppe ist mit Marburg nur ein Hessenliga-Absteiger eingruppiert worden, die Lahnstädter sind sicherlich auch erster Titelaspirant. Gleich zu Beginn kann das Team um Marcus Müller beim Aufsteiger GH Großen-Buseck/Beuern zeigen, was es drauf hat. In Lauerstellung werden sicherlich die beiden Neuhofer Teams von GH Rommerz und KSG 99 liegen. Beide Mannschaften greifen auf den gleichen Stamm zurück wie im Vorjahr. Dabei können bei den 99ern Abstellungen an das Bundesligateam ein Manko darstellen. Schon gleich zu Saisonbeginn gibt es Personalprobleme, weil Markus Diegmüller wegen Urlaub nicht spielen kann, auch hinter dem Einsatz von Boris Henkel und Matthias Fischer steht noch ein Fragezeichen. Bleiben für das Spiel in Wieseck noch Dieter Möller, Gunar Rempeters und Manfred Kullmann, die durch Spieler aus der Dritten ergänzt werden müssen. GH Rommerz hat mit Wettenberg II einen leichten Auftaktgegner, der erst in der Relegation die Klasse gehalten hat. Joachim Fuß, zuletzt bester Akteur beim Neuhofer Gemeindepokal, führt das Team an, neben ihm sind Markus Gärtner, Hermann Mattheis, Marco Holzberg, Jürgen Pfeiffer, Heiko Imhof und Fritz Stern die Stammbesetzung.
Waldbrunn/Hadamar traut man in Lollar einen Zähler zu, Herborn sollte sein Spiel gegen Stadtallendorf glatt gewinnen.
Bezirksoberliga-Ost
Eine Vorhersage in dieser Liga ist schwer, denn erstmals wird hier nur mit 4er-Mannschaften gespielt. Durch diesen Beschluss konnten beide Bezirkslassen-meister, Datterode und Schlüchtern, den Aufstieg wahrnehmen. Im vorge-zogenen Spiel landete Hilders bei Hönebach II mit einem Holz Vorsprung den denkbar knappsten Sieg. Ewald Faulstich (755), Rainer Faulstich (760), Bruno Faulstich (717) und Christoph Guiducci (774) bildeten das Siegerteam.
Für Regionalliga-Absteiger SKS 9 Fulda wird die Saison kein Selbstläufer werden, gleich zum Auftakt treten Berl & CO. beim Mitfavoriten BW Herfa an, wo ein Punkt Pflicht ist, wenn man eine Duftmarke setzen will. Die KSG Neuhof III muss daheim gegen Aufsteiger Datterode, das seit Jahren ein eingespieltes 4er-Team hat, auf der Hut sein. Aufsteiger Schlüchtern hat im ersten Heimspiel gegen GF Fulda II seine Bewährungsprobe. Für den SKC Steinau wird es bei Sontra III schwer werden, einen Punkt zu ergattern.



